29. TERRA WORTMANN OPEN  11. – 19. Juni 2022

TICKET CENTER 05201 81 80
Montag, Mittwoch bis Freitag 12-16 Uhr
(im Sportpark, Gausekampweg 2, Halle/Westf.)

Am Freitag: Top Ten-Mann Rublev erwartet Kohlschreiber

Auger-Aliassime will gegen Marcos Giron überzeugen, Humbert trifft im Newcomer-Duell auf Korda

In seinem zehnten Viertelfinale bei den NOVENTI OPEN hofft „Golden Oldie“ Philipp Kohlschreiber (ATP 128) am Freitag gegen den Weltranglisten-Siebten Andrey Rublev aus Russland auf den nächsten Überraschungscoup. „Ich gehe ohne Druck und mit neuem Selbstbewusstsein in das Match“, sagt der 37-jährige Augsburger, der als letzter deutsche Mohikaner in der 28. Turnierauflage verblieben ist. Anfang der Saison war Kohlschreiber erstmals seit rund anderthalb Jahrzehnten wieder aus den Top 100 gefallen– auch wegen der längeren persönlichen Spielpause in der Corona-Krise und Verletzungsproblemen.

Doch inzwischen dreht „Kohli“ wieder mächtig auf, besonders bei den French Open untermauerte er seine ansteigende Form mit dem Einzug in die dritte Grand Slam-Runde. In den Auftaktrunden bei den NOVENTI OPEN 2021 gewann er gegen Jurij Rodionov (Österreich/ATP 135) und gegen den Franzosen Corentin Moutet (ATP 94). Favorit Rublev ist allemal gewarnt vor Kohlschreiber, der hier auch schon einmal den Gewinnerpokal in die Höhe stemmte: „Ich weiß, dass er in Halle immer besonders gut spielt. Er ist ein Gegner, vor dem du dich sowieso immer in Acht nehmen musst. Aber ich habe hier auch ein klares Ziel. Und das ist, den Titel zu gewinnen.“

Next Gen-Star Felix Auger-Aliassime (ATP 21) will gegen Überraschungsmann Marcos Giron (USA/ATP 75) den Schwung seines sensationellen Sieges gegen Rekordchampion Roger Federer mitnehmen. „Ich habe mich riesig gefreut über diesen Erfolg. Aber ich stehe mitten im Turnier, im Viertelfinale – und jetzt muss ich wieder alle Kräfte auf das Match gegen Marcos konzentrieren“, sagte der 20-jährige Kanadier, der in der Branche als einer der kommenden Führungsspieler gehandelt wird. Giron hatte am Mittwoch seinerseits für den letzten verblüffenden Moment auf dem Centre Court gesorgt, als er Lokalmatador Jan-Lennard Struff mit einer couragierten Vorstellung aus dem Rennen schlug. „Ich fühle mich sehr wohl in Halle. Und ich spüre, dass vielleicht noch mehr geht jetzt“, erklärte der amerikanische Qualifikant.

Auch Frankreichs Favoritenkiller Ugo Humbert (ATP 31) hofft im Viertelfinalmatch gegen Sebastian Korda (USA/ATP 52) auf eine Fortsetzung seines glänzenden Halle-Gastspiels. Gegen Alexander Zverev (ATP 6) hatte Humbert am Donnerstag eine seiner besten Karriereleistungen gezeigt und den deutschen Nummer eins-Spieler in drei Sätzen in die Knie gezwungen. Korda musste ebenfalls über die volle Distanz gehen, ehe er vor Japans Kei Nishikori (ATP 57) über die Ziellinie ging. In einem weiteren Viertelfinale trifft der Südafrikaner Lloyd Harris (ATP 51) auf den Sieger der Partie zwischen Nikoloz Basilishvili (Georgien/ATP 30) und Arthur Rinderknech (Frankreich/ATP 119).

Andrey Rublev ist der letzte gesetzte Spieler im Turnier. FOTO: NOVENTI OPEN/Mathias Schulz