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30. TERRA WORTMANN OPEN  17. - 25. Juni 2023

TICKET CENTER 05201 81 80
(im Sportpark, Gausekampweg 2, Halle/Westf.)
Montag bis Freitag 11 - 17 Uhr, Samstag 12 - 15 Uhr

Die Nummer 1 steht im Viertelfinale von Halle

Daniil Medvedev hat allerdings mit Ilya Ivashka reichlich Mühe und muss Satzbälle abwehren

Ein Schnelldurchgang wie in Runde eins war es diesmal nicht für den Weltranglistenersten Daniil Medvedev. Doch der 26-Jährige hat bei den 29. TERRA WORTMANN OPEN mit einer kämpferischen Leistung letztlich sicher das Viertelfinale erreicht. Er bezwang in gut eineinhalb Stunden Ilya Ivashka mit 7:6(3), 6:3 und bleibt dem Turnier damit als Zugpferd erhalten. "Ich habe jetzt auf Rasen in dieser Saison eine Bilanz von 5:1. Ich bin also ganz gut auf dem Belag angekommen", sagte der Sieger später.

Mancher Turnierbesucher wird sich noch an Ilya Ivashkas unerwartet starken Auftritt im Vorjahr erinnert haben, als er Rekordsieger Roger Federer beim 6:7, 5:7 etliche Male zur Verzweiflung trieb. Danach nahm die Karriere des Mannes aus Minsk so richtig Fahrt auf. Er kam in Wimbledon ins Achtelfinale und feierte in Winston Salem seinen ersten Turniersieg überhaupt. Krasser Außenseiter war er also vor der Partie diesmal nicht mehr. 

Das Match begann wie erwartet. Der Weltranglistenerste hatte im siebten Spiel zwei Breakchancen. Er vergab sie und das hätte sich beinahe bitter gerächt. Denn bei 4:5 aus Sicht von Medvedev geriet diesem sein Aufschlagspiel zum Problem. Dreimal hatte der starke auftrumpfende Ivashka Satzball. Einen wehrte Medvedev mit einem zweiten Aufschlag von 204 Stundenkilometern ab – zum Erstaunen des Publikums im ausverkauften OWL Arena. "Das war vielleicht riskant, aber das Risiko eines Doppelfehlers besteht sowieso immer. Und ich habe ihn mit der Geschwindigkeit definitiv überrascht." Am Ende ging es doch in den Tie-Break, den der Favorit aus Moskau dominierte. Ein Ass zum 5:2 und wenig später war der erste Satz vorbei. 

An der Motivation des besten Spielers der letzten 52 Wochen haperte es keinesfalls. Wieder und wieder ballte er die Faust in Richtung seiner Box, wo  Trainer Fernando Vicente und Ehefrau Daria mitfieberten. 

Nach dem Seitenwechsel gab es aber erneut Grund zur Sorge für alle Fans des 1,98-Meter-Hünen: Er begann den Satz mit zwei Doppelfehlern. Danach aber fand der US-Open-Sieger von 2021 sein Spiel. Ein Break zum 3:1 und die weichen schienen gestellt. Ivashka bekam jetzt seine Schwäche beim zweiten Aufschlag mehr und mehr zu spüren. Er gewann nur 40 Prozent der Punkte nach zweitem Service. Der Mann auf der anderen Seite dagegen bewies die Nervenstärke des Topspielers. Im siebten Spiel lag er bei eigenem Aufschlag mit 0:40 zurück – brachte das Spiel aber doch noch durch. Wenig später verwandelte er den Matchball.

Daniil Medvedev hatte mehr Mühe erwartet mit Ilya Ivashka. Foto: TERRA WORTMANN OPEN/Mathias Schulz