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31. TERRA WORTMANN OPEN  15. - 23. Juni 2024

TICKET CENTER 05201 81 80
Montag bis Freitag 11 - 16 Uhr
(im Sportpark, Gausekampweg 2, Halle/Westf.)
 

Rublev will die zweite Titelchance in Halle

Die Nummer sieben der Welt ringt einen Überraschungsmann nieder

Er hat noch eine Rechnung offen mit dem TERRA WORTMANN OPEN, dieser Andrei Rublev. 2021 stand er bei dem Haller Rasenturnier im Endspiel – und unterlag völlig überraschend dem jungen Franzosen Ugo Humbert. 2023 will der Moskauer das offenbar korrigieren. Er steht nach einem Dreisatzsieg über den Niederländer Tallon Griekspoor im Halbfinale.

Auf dem Papier wäre die Partie Rublev  - Griekspoor eine klare Angelegenheit gewesen. Die Nummer 7 gegen einen, der erst in diesem Jahr im Alter von 26 seinen endgültigen Durchbruch in die Weltspitze erzielt hat. Doch dieser Tallon Griekspoor hat gerade das Rasenturnier von s’Hertogenbosch gewonnen und wies vor dem Viertelfinale eine Rasenbilanz von 7:0 in dieser Saison auf. Obendrein hatte er Titelverteidiger Hubert Hurkacz spektakulär aus dem Turnier geworfen.

Andrei Rublev war also gewarnt. Und konnte doch nicht verhindern, dass Griekspoor im ersten Satz unbeeindruckt an seine Leistung des Vorabends gegen Hurkacz anknüpfte. 6:3 hieß es für den Außenseiter. Doch der Top-Ten-Spieler hatte die passende Antwort parat. Und als der Mann aus Haarlem etwas nachließ, packte der Favorit zu. Mit seiner pfeilschnellen Vorhand, die er nach Belieben beschleunigen kann, hetzte er Griekspoor über den Court. Zwei Breaks im zweiten Satz und es hieß 6:3 für Rublev. Im dritten Durchgang legte er nach, holte sich erneut zweimal den Aufschlag des Gegners. Bei 5:2 servierte Rublev zum Match.

Wer sich nun fragte, wann der unberechenbare Part im Spiel des 25-jährigen Schützlings von Fernando Vicente kommen würde – genau jetzt. Rublev verlor sein Aufschlagspiel zum 5:3. Im neunten Spiel schließlich hatte er doch Matchball. Griekspoor parierte mit einem Ass. Erneut Matchball. Wieder Servicewinner. Dritter Matchball – abgewehrt per Volley. Vierter Matchball – Fehler Rublev. Wenig später 5:4. Und nun? Gab es prompt zwei Breakbälle für den Niederländer gegen Rublev! Doch der blieb diesmal standhaft und hatte selbst seinen fünften Matchball.  Griekspoors Rückhand scheiterte am Netz. 3:6, 6:3, 6:4. Feierabend in der OWL Arena. „Es wart hart, er spielt wirklich stark zurzeit, aber am Ende war er, so glaube ich, ein bisschen müde von der Vorwoche“, sagte der Sieger über den Unterlegenen. Im Halbfinale wartet Roberto Bautista Agut. Der wird auf keinen Fall müde sein.

Andrei Rublev wankte am Ende, brachte den Sieg aber ins Ziel. Foto: TERRA WORTMANN OPEN/Mathias Schulz