In der ersten Runde der TERRA WORTMANN OPEN hat der an Position zwei gesetzte Felix Auger-Aliassime (Kanada) mit 6:3, 3:6, 6:3 gegen Nuno Borges (Portugal) gewonnen. Von Beginn an agierte der Kanadier voll konzentriert. Es hatte den Anschein als wolle er das letzte Aufeinandertreffen der beiden Akteure vergessen machen. Bei den Australian Open in Melbourne, dem ersten Grand Slam-Turniere Anfang dieses Jahres, musste Felix Auger-Aliassime nämlich in der ersten Runde gegen Nuno Borges verletzt aufgeben.
Schon nach 32 Minuten hatte der favorisierte Kanadier den ersten Satz mit 6:3 für sich entschieden. Auffallend war dabei seine Aufschlagstärke. In fünf Aufschlagspielen gab Felix Auger-Aliassime lediglich vier Punkte ab. Und da er im zweiten Aufschlagspiel des Portugiesen seinen zweiten Breakball verwandeln konnte, war der Gewinn des ersten Durchgangs nur eine Frage der Zeit.
Nuno Borges, der 2024 in der Tennis-Bundesliga für den Tennispark Bärchen Versmold aufschlug, konnte den zweiten Satz dann aber nicht nur ausgeglichener gestalten, sondern er nutzte im entscheidenden Moment auch die erste Schwächephase des Kanadiers. Beim Stand von 4:3 für den Portugiesen verlor Felix Auger-Aliassime seinen Aufschlag trotz einer 40:0-Führung. Im anschließenden Aufschlagspiel gab Nuno Borges keinen Punkt ab. Nach insgesamt 67 Minuten hatte der Portugiese ausgeglichen.
Auch im dritten Satz ließen beide Akteure bei ihren Aufschlagspielen wenig bis gar nichts zu. Lediglich Nuno Borges hatte gleich zu Beginn eine Breakchance, die Felix Auger-Aliassime jedoch zunichtemachen konnte. Es dauerte wieder bis zum Stand von 4:3 – diesmal für den Kanadier, als das entscheidende Break gelang. Diesmal nutzte der Weltranglistenvierte wieder sich ihm bietende Möglichkeit. Danach versagte keiner der Spieler, sondern die Technik. Das Hawkeye funktionierte nicht mehr und musste neu gestartet werden. Das Match war für mehr als zehn Minuten unterbrochen. Während sich Felix Auger-Aliassime die Zeit mit Aufschlägen vertrieb, ruhte sich Nuno Borges aus. Offensichtlich war die Maßnahme vom Kanadier die bessere Wahl. Felix Auger-Aliassime gewann anschließend sein Aufschlagspiel zu Nunll und somit das Match mit 6:3, 3:6, 6:3.
„Es war ein hartes Auftaktmatch. Wenige Punkte waren entscheidend. Ich bin froh, dass ich nach dem Break und dem Verlust des zweiten Satzes wieder zurück ins Spiel gefunden habe. So kann hier noch mehr entstehen“, konstantierte Felix Auger-Aliassime nach der Partie. Im Achtelfinale kommt auf den Weltranglistenvierten jedoch eine sehr schwere Aufgabe zu. Er bekommt es mit dem aufstrebenden Learner Tien (USA). Der 20-Jährige ist inzwischen auf Platz 19 der Weltrangliste angekommen. Bange machen lässt sich der Kanadier aber nicht. Nachdem er in diesem Jahr erstmals zu den Top 4-Spielern der Welt zählt, will er nach dem Erreichen des Halbfinales 20212 in Halle nun noch mehr erreichen.
