München, Stuttgart, Halle – diesen Hattrick könnte Ben Shelton (USA) in diesem Jahr schaffen. Nach den Turniersiegen in München und Stuttgart ist ihm zunächst auch einmal der Start bei den TERRA WORTMANN OPEN in Halle geglückt. Mit 7:5, 6:3 setzte sich der 23-jährige Weltranglistenfünfte gegen Lucky Loser Lorenzo Sonego (Italien) durch.
So mancher älterer Tennisfan gerät noch heute ins Schwärmen, wenn über den Aufschlag des US-Amerikaners John McEnroe gesprochen wird. Der Linkshänder, der beinahe parallel zur Grundlinie stand, um dann wenig später den Körper ins Feld reinzudrehen, um den Gegner möglichst weit aus dem Platz zu treiben. Die Aufschlagtechnik von Ben Shelton erinnert stark an eben jenen John McEnroe. Allerdings schlägt der 23-Jährige deutlich härter auf, erreicht häufig eine Aufschlaggeschwindigkeit von über 200 Stundenkilometer.
Diese Aufschläge machten auch Lorenzo Sonego zu schaffen. Und so schien der erste Satz nach dem ersten Break des Weltranglistenfünften zum 4:2 bereits gelaufen. Doch weit gefehlt. Der Italiener schlug sofort zurück und gestaltete das Spiel bis zum 5:5 ausgeglichen. Erst dann trumpfte Ben Shelton wieder so richtig auf, schaffte mit seinem ersten Satzball das zweite Break zum 7:5 nach 45 Minuten.
Der zweite Durchgang verlief genauso wie der erste. Wieder schaffte der US-Amerikaner ein Break zum 4:2. Diesmal aber konnte er anschließend seinen Aufschlag durchbringen – zweimal. Und mit einem As wie zu besten McEnroe-Zeiten beendete Ben Shelton das Match, das er mit 7:5, 6:3 gewann.
„Ja, ich fühle mich enorm wohl in Deutschland – sowohl in München, Stuttgart und nun in Halle. Die TERRA WORTMANN OPEN sind ein wunderbares Turnier“, freute sich Ben Shelton nach seinem ersten Match auf dem Haller Rasen überhaupt.
