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30. TERRA WORTMANN OPEN  17. - 25. Juni 2023

TICKET CENTER 05201 81 80
Montag, Mittwoch bis Freitag 12 - 16 Uhr
(im Sportpark, Gausekampweg 2, Halle/Westf.)

Der Tiebreak ist sein Ding

Hubert Hurkacz bezwingt Nick Kyrgios mit 4:6, 7:6(2), 7:6(4)

Im Endspiel der TERRA WORTMANN OPEN wird der Weltranglistenerste Daniil Medvedev von Hubert Hurkacz gefordert. Der Pole setzte sich im Halbfinale ganz eng mit 4:6, 7:6(2), 7:6(4) gegen den Australier Nick Kyrgios durch, dem zumindest am Anfang der Vorschlussrundenpartie noch die ganze Aufmerksamkeit galt.

Gewohnt locker, lässig betritt Nick Kyrgios den Haller Center zum Halbfinalmatch mit Hubert Hurkacz. Die Szenerie erinnert an den Auftritt eines Popstars und ja: Der 27-jährige Australier ist aktuell der Paradiesvogel in der Welt-Tennisszene. Noch bevor es losgeht verschenkt er das erste Handtuch an eine Zuschauerin. Tunnelblick, volle Konzentration auf das Match – bei Nick Kyrgios scheint das nicht notwendig. Und doch ist er von Beginn an voll da. Gegen den aufschlagstarken Polen klappt es zwar zunächst nicht mit den Returns, dennoch hat man immer den Eindruck, Nick Kyrgios hat alles im Griff und es ist nur eine Frage der Zeit, wann er das Break schafft. Dies gelingt zum 5:4 und da er seine Aufschlagspiele allesamt locker durchbringt, hat er den ersten Satz nach 30 Minuten mit 6:4 für sich entschieden.

Hubert Hurkacz ließ sich vom Satzverlust nicht beeindrucken. Er tat das, was er bestens kann: aufschlagen. Nick Kyrgios bekam im zweiten Durchgang nicht die Chance, erneut ein Break zu schaffen. Allerdings ließ er seinerseits kein Break zu und so fiel die Entscheidung über den Gewinn des zweiten Satzes im Tiebreak. Hier zeigte der Pole bis dato sein bestes Tennis in diesem Durchgang. Mit sensationellen Returns gewann er den Tiebreak glatt mit 7:2.

Einen ganz ähnlichen Verlauf gab es im entscheidenden Satz. Sowohl Hubert Hurkacz als auch Nick Kyrgios schlugen weiter souverän auf, längere Ballwechsel waren dadurch Mangelware. Und wieder ging es in den Tiebreak. Hubert Hurkacz behielt die Nerven und nach etwas mehr als zwei Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball zum 4:6, 7:6(2), 7:6(4). Wie schon in der Runde zuvor gegen Felix Auger Aliassime gelang ihm zwar kein Break, aber dafür ist er nun der wahrhafte Tiebreak-König von Halle.

„Ich bin total glücklich. Das war ein sehr, sehr enges Match. Nick und ich haben uns nichts geschenkt, wir haben beide sehr gut gespielt. Nun freue ich mich auf das Finale gegen Daniil. Im Finale gegen den Weltranglistenersten. Das ist etwas Besonderes, vor allem vor diesem tollen Publikum“, war der Pole nach seinem Finaleinzug schier aus dem Häuschen. Polnische Grüße gingen noch an die Landsleute, die ihn während des Matches besonders unterstützt hatten.

Hubert Hurkacz hat es geschafft: Der Pole steht im Finale der TERRA WORTMANN OPEN. Foto: TERRA WORTMANN OPEN/Mathias Schulz