Die deutsche Nachwuchshoffnung Max Schönhaus hat bei seinem ersten Hauptfeld-Auftritt bei den TERRA WORTMANN OPEN eine frühe Niederlage kassiert. Der Teenager unterlag dem nur zwei Jahre älteren Learner Tien deutlich mit 2:6, 4:6. Der US-Amerikaner, Anfang des Jahres noch Viertelfinalist bei den Australian Open, ließ über die gesamte Strecke der Partie keine Zweifel an seinem Favoritenstatus aufkommen.
Im ersten Hauptfeld-Match des Turniers betraten Schönhaus und Tien die bereits gut gefüllte heristo-Arena wegen wechselhaften Wetters am Montagvormittag unter geschlossenem Dach. Dem mit einer Wildcard ausgestatteten Deutschen merkte man gerade in der Anfangsphase der Partie seine Nervosität an.
Viele einfache Fehler in der ersten Viertelstunde machten dem US-Boy das Leben leicht. Seinen Breakball im ersten Spiel der Partie verwandelte Tien dann aber mit einem sehenswerten Rückhand-Passierball. Zwei Spiele später demonstrierte der 20-Jährige die gleiche Fähigkeit auf der Vorhand-Seite, um sich die nächste Breakchance zu erspielen. Erst 13 Minuten standen auf der Uhr, als Tien zum 4:0 verwandelte.
Mit der lautstarken Unterstützung des Publikums kam Schönhaus jetzt endlich besser in die Partie. Sein erster Spielgewinn wurde mit tosendem Applaus belohnt. Zum Comeback reichte es im ersten Durchgang jedoch nicht mehr. Nach nur 27 Minuten nutzte Tien seinen ersten Satzball zum 6:2.
Den zweiten Satz konnte der DTB-Youngster deutlich enger gestalten. Beim Stand von 1:1 bewies er starke Nerven, wehrte vier Breakbälle ab und konnte sich dabei mit mehreren starken Punktgewinnen auszeichnen. Ein paar Spiele später war es aber soweit: Im siebten Spiel fiel Schönhaus mit 0:40 in Rückstand. Die ersten beiden Breakbälle wehrte er noch mit guten Aufschlägen ab, beim dritten segelte allerdings eine Vorhand ins Seitenaus.
Den Vorsprung ließ der Favorit sich nicht mehr nehmen. Bei eigenem Aufschlag servierte er souverän zum 6:4 aus und verwandelte dabei seinen ersten Matchball. In Runde zwei geht es für den Amerikaner nun gegen Nuno Borges oder den an Nummer zwei gesetzten Kanadier Felix Auger-Aliassime.
