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30. TERRA WORTMANN OPEN  17. - 25. Juni 2023

TICKET CENTER 05201 81 80
Montag, Mittwoch bis Freitag 12 - 16 Uhr
(im Sportpark, Gausekampweg 2, Halle/Westf.)

Federers "Mission Titelverteidigung" nimmt Fahrt auf

Nach Zweisatz-Sieg über Matthew Ebden wartet im Halbfinale Denis Kudla

Roger Federer nimmt bei der „Mission Titelverteidigung“ bei den 26. GERRY WEBER OPEN immer mehr Fahrt auf. Auf dem Weg zu seinem 10.Titel in der Lindenstadt landete Federer im Viertelfinale einen 7:6 (2), 7:5-Arbeitssieg über den Australier Matthew Ebden und kam dabei, ähnlich wie tags zuvor, mächtig ins Schwitzen. Es war Federers 19. Sieg auf Rasen in Folge. 

Roger Federer war auch 22 Stunden nach seinem Achtelfinalkrimi mit zwei abgewehrten Matchbällen gegen Benoit Paire die Anspannung noch deutlich anzumerken. Mit dem Australier Matthew Ebden wartete zwar trotz des ersten Aufeinandertreffens auf der Tour keine große Unbekannte auf den Maestro, doch der Australier hatte durch seine zuletzt starken Rasenmatches und vor allem durch seinen Sieg über Philipp Kohlschreiber am Donnerstag für mächtig Furore gesorgt. Der Weltranglistenerste fokussierte sich vor allem auf seinen Aufschlag, mit dem er gegen Paire vor allem in den Sätzen zwei und drei große Probleme hatte. Vor 11.500 Zuschauer im GERRY WEBER STADION war der Schweizer bei eigenem Service in Satz eins quasi unantastbar. Mit zunehmender Spieldauer tastete er sich immer mehr an seinen Return heran, ließ aber gegen den beherzten Serve-and-Volley-Spieler aus „Down Under“ viel zu viele Möglichkeiten aus, darunter auch eine Breakchance. Dafür drehte der Maestro aber im Tiebreak auf. In dieser Disziplin ist er in Halle ohnehin eine Macht: 14 seiner letzten 15 Tie-Breaks auf dem Haller Grün entschied der 20-fache Grand Slam-Champion für sich. Und diese Erfolgsgeschichte sollte sich auch gegen Matthew Ebden fortsetzen. Federer legte mit zwei brillanten Returnwinnern zu Beginn und zum Ende des Tie-Breaks die Klammer um ein ungefährdetes 7:2. Besonders dank seines stark verbesserten Aufschlags hielt sich Federer immer den Rücken frei: Bei eigenem Service gab er im ersten Satz nur ganze vier Punkte ab. Spielentscheidend war aber sein aggressiver Return. 

In Durchgang zwei schien es zunächst so, als würde der „FedExpress“ nun richtig ins Rollen kommen, doch letztlich jagte der Weltranglistenerste seine treuen Fans durch ein Wechselbad der Gefühle. Ein erstes Break konnte der Schweizer schnell korrigieren, doch Matthew Ebden ließ nicht locker. Sogar in spektakulären Grundlinienduellen begegnete der Australier Federer auf Augenhöhe. Prompt nahm er mit mehrfachen famosen Rettungsaktionen Federer zum wiederholten Male den Aufschlag ab. Nun wurden die Fans immer unruhiger. Doch als es drauf ankam, schaltete der neunfache Haller Champion nochmal einen Gang hoch und zeigte seine ganze Klasse. Nach dem 4:5 machte der Publikumsliebling aus Basel drei Spiele in Folge, spielte jetzt sein vielleicht bestes Tennis in dieser Woche, und verwandelte nach 88 Minuten seinen ersten Matchball. 

„Es war ein hartes Stück Arbeit, denn Matthew hat sehr gut gespielt. Ich musste sehr kämpfen, meinen Rhythmus finden und bin nicht gut ins Spiel gekommen. Ich bin aber froh, dass ich einen sehr guten Tiebreak gespielt habe. Im zweiten Satz ging es dann ein bißchen hin und her und manchmal war das schon frustrierend. Du musst gut reagieren und ich glaube letztlich habe ich es gut gemeistert“, bilanzierte Federer, nachdem er sein 14. Halbfinale bei den GERRY WEBER OPEN erreicht hatte.  
 

Serie läuft: Roger Federer feierte gegen Matthew Ebden seinen 19.Sieg auf Rasen in Folge. Foto: GERRY WEBER OPEN/KET