Ben Shelton ist bei den 33. TERRA WORTMANN OPEN ins Viertelfinale eingezogen. Der Weltranglistenfünfte, der in diesem Jahr zum ersten Mal in Halle aufschlägt, bezwang seinen amerikanischen Landsmann Ethan Quinn in einer hart umkämpften Partie mit 6:4, 5:7, 6:4.
Besonders auf seinen Aufschlag – regelmäßig jenseits der 220 Stundenkilometer – konnte Shelton sich über weite Strecken verlassen. Die hochsommerlichen Temperaturen in der heristo-arena machten das Spiel noch einmal schneller, während den Spielern schon nach wenigen Minuten der Schweiß aus dem Gesicht tropfte.
Quinn, der auch im zehnten Anlauf seinen ersten Viertelfinaleinzug auf der ATP Tour verpasste, machte seine Sache zu Beginn ebenfalls gut. Beim Stand von 4:4 streute der 22-Jährige dann jedoch mehrere leichte Fehler ein. Shelton ließ sich nicht lange bitten und verwandelte mit dem zweiten Breakball des Spiels zum 5:4. Wenige Minuten später brachte der US-Star den ersten Satz unter Dach und Fach.
Im zweiten Durchgang entwickelte sich dann ein richtig spannendes Spiel, das den Akteuren sowohl physisch als auch psychisch alles abverlangte. Besonders die Endphase des Satzes hatte es in sich. Beim Stand von 5:5 erspielte Shelton sich gleich fünf Breakchancen, die Quinn allerdings in überragender Manier abwehrte. Ein Spiel später stand es bei Sheltons Aufschlag dann plötzlich 0:40, damit gab es drei Satzbälle für Quinn. Nach zwei Service-Winnern platzierte der Außenseiter den dritten Return direkt vor der Grundlinie und machte damit den Satzausgleich perfekt.
Bei Shelton saß der Schock tief, zu Beginn des Entscheidungssatzes kassierte der Linkshänder direkt das nächste Break. In der Folge fand er aber rechtzeitig zurück zu seinem besten Tennis und konnte den Spieß mit vier Spielgewinnen in Serie zum 4:2 umdrehen. Nach 2:17 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball zum Sieg.
Viertelfinale wird zur Neuauflage des Stuttgart-Endspiels
Im Viertelfinale kommt es am Freitag nun zur Neuauflage des Stuttgart-Finals der letzten Woche. Dabei behielt Shelton gegen seinen Landsmann Taylor Fritz mit 6:4, 2:6, 6:4 knapp die Nase vorn. Fritz hatte sich unmittelbar zuvor mit einem klaren Zweisatzsieg über Fabian Marozsan in die Runde der letzten Acht gespielt. „Ich freue mich darauf“, sagte Shelton nach seinem Sieg und ergänzte mit Bezug auf das die (heißen) Bedingungen: „Ein paar Dinge werden anders sein. Letzte Woche war es kühler und sehr windig.“
Fritz hatte sich zuvor ebenfalls seine Vorfreude zum Ausdruck gebracht: „Ich freue mich auf die Gelegenheit. Ich habe beim letzten Mal gut genug gespielt, um zu gewinnen, aber konnte meine Chancen bei den wichtigen Punkten nicht nutzen. Er hat die Breakchancen besser gespielt.“
