Auch wenn ihm der Titelgewinn bei den TERRA WORTMANN OPEN bisher versagt geblieben ist, auf dem Haller Rasen fühlt sich Daniil Medvedev wohl. 2022 und 2025 konnte er jeweils erst im Endspiel bezwungen werden. Den ersten Schritt dorthin hat er in diesem Jahr nun auch schon getan. Mit 6:3, 6:4 setzte sich der Weltranglistensiebte in seinem Auftaktspiel gegen den Argentinier Tomas Martin Etcheverry durch.
Beide Akteure interpretieren das Spiel auf Rasen anders als die Rasenspezialisten. Netzangriffe trotz guter Aufschläge blieben Mangelware. Dafür erlebten die Zuschauer in der heristo-arena sehenswerte, längere Ballwechsel. Neben den Aufschlägen waren vor allem die Returns die wichtigen Schläge, um den Gegner unter Druck zu setzen. Geduldig wurde dann versucht, den Gegner auszuspielen. Dies gelang Daniil Medvedev zweifelsohne besser, Er erwischte auch den besseren Start, schaffte schnell ein Break und führte 4:2 als er selbst sein Aufschlagsspiel verlor. Postwendend aber nahm er dem Argentinier wieder den Aufschlag ab und sicherte sich nach 46 Minuten den ersten Satz mit 6:3.
Und der 30-Jährige blieb auch nach dem Satzgewinn am Drücker. In der Regel bestimmte er die Ballwechsel. Im dritten Spiel des zweiten Durchgangs gelang ihm erneut ein Break. Und dann konzentrierte sich Daniil Medvedev voll auf seine Aufschlagspiele. In drei der vier verbliebenen Aufschlagspielen gab er lediglich zwei Punkte ab. Zum Abschluss aber hätte Tomas Martin Etcheverry fast noch das Rebreak geschafft. Beim Stand von 0:40 hatte der Argentinier drei Breakbälle, Daniil aber machte fünf Punkte in Folge zum 6:3, 6:4-Erfolg und so durfte er sich nach knapp eineinhalb Stunden über seinen Einzug in das Achtelfinale freuen.
„Ich bin zufrieden. Es war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat auch viel Spaß gemacht, hier wieder zu spielen“, geht Daniil Medvedev das Unternehmen „Titelgewinn“ zuversichtlich an.
