Das wechselhafte Wetter sorgte für eine besondere Bühne: Die Finalrunde der NAIDI One Point Trophy wurde auf dem Centre Court der heristo arena ausgetragen – und brachte einen strahlenden Sieger hervor. Volker Wenzel setzte sich in dem außergewöhnlichen Wettbewerb durch und durfte sich über 2.500 Euro Preisgeld sowie einen signierten Tennisschläger von Alexander Zverev freuen.
Das innovative Turnierformat, das im Rahmen der TERRA WORTMANN OPEN bereits zum dritten Mal ausgetragen wurde, gewann in diesem Jahr zusätzlich an Attraktivität. Neben zahlreichen Amateurspielern stellten sich auch ehemalige Spitzensportler und prominente Gäste der besonderen Herausforderung.
Mit dabei waren unter anderem Handball-Weltmeister Rolf Hermann, heute Geschäftsführer des Zweitligisten TuS N-Lübbecke, sowie Schlagerstar Bernhard Brink. Der 74-Jährige konnte im 64 Teilnehmer umfassenden Hauptfeld sogar eine Partie gewinnen und zeigte sich anschließend begeistert: „Ein spannendes Format, tolle Sache!“
Wie unberechenbar die NAIDI One Point Challenge ist, wurde auch bei den Profis deutlich. Schließlich entscheidet bereits der erste Ballwechsel über Sieg oder Niederlage. So mussten sich unter anderem Doppelspezialist Marcelo Melo, Publikumsliebling Nick Kyrgios und Nachwuchsspieler Max Schönhaus frühzeitig verabschieden.
Im Endspiel standen sich schließlich zwei Amateure gegenüber. Dirk Kastrup von der TSG Herford traf auf Volker Wenzel, der für den TSC Oberbecksen aus Bad Oeynhausen sowie die TG Rietberg aktiv ist. Nach einem kurzen Ballwechsel war die Entscheidung gefallen: Wenzel, der ehemalige Spieler des TC BW Halle, durfte jubeln. Sein kontrolliertes, risikoarmes Spiel zahlte sich auf dem Rasen aus.
„Ich habe in den vergangenen Jahren eigentlich gar nicht so viel gespielt und bin total überrascht“, sagte der Sieger. „Schon vor der Finalrunde hatte ich meinem Sohn versprochen, dass er etwas vom Preisgeld bekommt, falls ich etwas gewinne. Jetzt wird er sich wohl eine Lego-Packung aussuchen dürfen.“ Auch Finalist Dirk Kastrup ging nicht leer aus. Für seinen zweiten Platz erhielt er ein Preisgeld in Höhe von 1.500 Euro.
Ein positives Fazit zog Turnierdirektor Ralf Weber: „Eine super Sache. Auf dem Centre Court herrschte eine besondere Atmosphäre.“ Und wie sieht die Zukunft des Formats aus? „Wenn es nach mir geht, auf jeden Fall“, betonte Sven Wortmann, Mitglied des Aufsichtsrats der WORTMANN AG. „Das Projekt ist langfristig angelegt. Der Reiz liegt darin, dass bei diesem Turnier nicht unbedingt der beste Spieler gewinnt.“
