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33. TERRA WORTMANN OPEN  13. - 21. Juni 2026

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Wer darf am Halbfinaltag jubeln?

Einige Infos zu den vier Halbfinalisten

Alexander Zverev (Deutschland/ATP 3)

Alexander Zverev wird nicht müde zu betonen, wie gerne er in Halle spielt. „Schon als Mischa noch gespielt hat, sind wir mit der ganzen Familie hier angereist. Es ist nicht weit von Hamburg. Jetzt spiele ich – und es sind auch alle mit: die Kinder, die Großmutter, die Eltern. Das ist ein familiäres Turnier, wir bekommen im Hotel eine ganze Etage und fühlen uns hier sehr wohl.“

Mit dem hart erkämpfen Sieg gegen Raphael Collignon (ATP 51) hat der Weltranglisten-Dritte im zehnten Turnier des Jahres zum achten Mal das Halbfinale erreicht. Bei seiner zehnten Teilnahme in Halle steht er zum vierten Mal in Folge im Halbfinale und will zum ersten Mal seit 2017 ins Finale einziehen.

Gegen seinen Gegner Taylor Fritz hat Zverev eine 5:9-Bilanz, die letzten sechs Spiele hat der Amerikaner zuletzt gewonnen, auf Gras im Finale von Stuttgart gewann Fritz vor einem Jahr ebenfalls (6:3 und 7:6).

Alexander Zverev…

… über den Sieg gegen Raphael Collignon: „Ich bin sehr, sehr glücklich, dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe, weil das ja auch in die andere Richtung hätte gehen können.

…über das Halbfinale gegen Taylor Fritz: „Ich möchte natürlich ins Finale kommen, das ist das Ziel. Ich freue mich darauf, auf den Platz zu gehen. Ich glaube, das Publikum wird auch auf meiner Seite sein und mir viel Hilfe geben. Es wird ein schweres Match werden, aber ich freue mich auf die Challenge.“

 

Taylor Fritz (USA/ATP 9)

Taylor Fritz ist in Halle kein Unbekannter. Bereits in den Jahren 2016 und 2019 schlug der Kalifornier in Ostwestfalen auf – schied damals aber jeweils in der ersten Runde aus. Jetzt ist er zurück, weil er sich mit seinem Spiel auf den Plätzen im Queen’s Club nicht wirklich wohlfühlte. In der Zwischenzeit hat sich der 28-Jährige zu einem der besten Tennisspieler auf Rasen entwickelt: Taylor Fritz ist der Spieler mit den meisten Siegen auf Rasen der 2020er Jahre, gewann 2025 das Turnier in Stuttgart und in Eastbourne sogar viermal.

„Es gibt viele Aspekte am Rasentennis, die mir liegen. Der wichtigste ist wahrscheinlich, dass mein Aufschlag auf diesem Belag besonders gut zur Geltung kommt“, sagt der US-Amerikaner.

Ohne seinen hervorragenden Aufschlag hätte Fritz bei den 33. TERRA WORTMANN OPEN vermutlich auch nicht das Halbfinale erreicht. Denn das Spiel gegen seinen Landsmann Shelton gewann Fritz, ohne sich eine Breakchance erspielt zu haben.

Taylor Fritz …

… zum Sieg gegen Ben Shelton: „Er spielt die großen Punkte normalerweise sehr aggressiv, aber heute hat er einige Fehler gemacht. […] Ich glaube nicht, dass die Fitness heute entscheidend war. Wäre das Match noch länger gegangen, wäre das vielleicht anders gewesen.“

… zum Halbfinale gegen Zverev: „Die Fans werden ihn sicherlich anfeuern. Aber ich habe schon mehrfach in Deutschland gegen ihn gespielt. Ich glaube nicht, dass das in unseren bisherigen Matches einen entscheidenden Unterschied gemacht hat.“

 

Frances Tiafoe (USA/ATP 26)

Frances Tiafoe ist neben Taylor Fritz der einzige Halbfinalist, der schon mal ein ATP-Turnier auf Rasen gewonnen hat. 2023 durfte „Big Foe“, wie er von seinen Freunden gerufen wird, den Siegerpokal in Stuttgart in den Himmel recken.

Aus dem Juni 2023 stammt auch seine bislang beste Position im ATP-Ranking, wo er damals als zehnter geführt worden ist.

In Halle ist der US-Amerikaner, deren Eltern aus Sierra Leone stammen, zum ersten Mal dabei.  In seiner Freizeit guckt der 28-Jährige gerne Filme oder unterstützt die Sportmannschaften aus Washington – egal ob die Washington Wizards (NBA), Washington Capitals (NHL) oder die Washington Commanders (NFL).

Tiafoe stand schon in 22 Halbfinals und acht Finals. Drei davon gewann er: 2023 in Stuttgart auf Rasen, 2023 in Huston auf Asche und 2018 in Delray Beach auf Hartplatz.

Gegen Daniel Altmaier hat der US-Amerikaner eine 4:0-Bilanz, zuletzt siegte Tiafoe in Stuttgart vor einer Woche in der ersten Runde 7:6, 4:6 und 6:4. Das Spiel sorgte für Aufsehen: Zunächst half Tiafoe dem auf dem Rasen ausgerutschten Deutschen nach einem Sturz wieder auf die Beine und reichte ihm respektvoll den Schläger, später fühlte sich Altmaier respektlos behandelt.

 

Daniel Altmaier (Deutschland/ATP 81)

Als zehnjähriger Junge verfolgte Daniel Altmaier 2009 in der Haller heristo-arena den Finalsieg von Tommy Haas gegen Novak Djokovic – 17 Jahre später kann der Fan von damals selbst ins Endspiel einziehen.

„Ich glaube, dass ich jeden schlagen kann – unabhängig vom Belag. Das habe ich schon mehrfach bewiesen. Ich muss nur daran glauben, denn das Spiel ist da“, hat Daniel Altmaier in Halle nach dem Sieg in der ersten Runde gegen Nikoloz Basilashvili gesagt. Nach seinem ersten Hauptrunden-Sieg in Ostwestfalen überhaupt bestätigte der Deutsche seine Worte mit Taten und stürmte jetzt sogar ins Halbfinale – seinem ersten überhaupt bei einem Turnier der 500er-Kategorie. Im Juli 2021 erreichte er schonmal innerhalb von zwei Wochen die Halbfinals bei den 250er-Veranstaltungen in Umag und Kitzbühl, stand aber noch nie in einem ATP-Finale.

Ein Baustein für Altmaiers Erfolg ist auch die neue Zusammenarbeit mit Ex-Profi Dustin Brown, der 2014 mit seinem Sieg über Rafael Nadal in Halle für eine Sensation gesorgt hat. Altmaier sagt zu seinem neuen Trainer: „Er kennt mich, seitdem ich neun Jahre bin und hat extrem viel Spaß daran. Es ist einfach sehr harmonisch und läuft hervorragend.“

Daniel Altmaier…

… auf dem Centre Court nach dem Sieg: „Wir sind so viel unterwegs. Umso schöner ist es, dass heute auch meine Familie dabei war. Ich weiß noch, wie ich als kleiner Junge hier das Finale von Tommy Haas gegen Novak Djokovic gesehen habe. Jetzt hier auf dem Platz zu stehen, ist unglaublich. Ich bin einfach froh, dass ich morgen wieder spielen darf und werde den Moment genießen.“

… in der Mixed Zone über den Sieg und die Zusammenarbeit mit Dustin Brown: „Das war ein weiteres Match, das mir wichtige Erfahrungen gibt. Ich hatte Selbstvertrauen, habe bis zum Ende das umgesetzt, was wir trainiert haben. Ich bin deutlich aggressiver, ich stehe näher dran. Das sind Sachen, wo ich normalerweise nicht wirklich der beste Spieler bin. Dass es mit Dustin so schnell funktioniert, das war die Idee auf Rasen.“

Foto: TERRA WORTMANN OPEN / Valentin Diehl