Alexander Zverev steht zum sechsten Mal im Halbfinale der TERRA WORTMANN OPEN. Gegen den aus der Qualifikation bis ins Viertelfinale vorgedrungenen Raphael Collignon hatte der deutsche Spitzenstar jedoch alles andere als leichtes Spiel. In einem Match mit nur marginalen Unterschieden zwischen den Akteuren triumphierte Zverev nach zwei Stunden Spielzeit mit 7:6(10), 7:6(2).
Nachdem es schon im ersten Spiel des Tages zwischen Taylor Fritz und Ben Shelton keine Breaks, dafür aber drei Tiebreaks gegeben hatte, veränderte sich das Bild auch mit den nächsten beiden Profis in der heristo-arena kaum. Mit Ausnahme des ersten Aufschlagspiels, in dem Zverev zwei Breakchancen vergab, hielten sich beide Spieler bei ihrem Aufschlag über lange Zeit völlig schadlos – obwohl das Publikum immer wieder unterhaltsame Ballwechsel zu sehen bekam.
Im Tiebreak wurde es dann richtig spannend. Zverev zog schnell auf 4:1 davon und schien, sicher auf den Satzgewinn zuzusteuern. Zum 4:5 holte Collignon sich das Mini-Break aber zurück und organisierte sich mit vielen starken Aufschlägen in der Folge sogar drei Satzbälle. Diese konnte Zverev aber alle abwehren, bevor er seine eigene dritte Chance mit einem Rückhand-Passierball die Linie herunter zur umjubelten Führung verwandelte.
Erst Mitte des zweiten Durchgangs gab es die nächste Breakmöglichkeit – dieses Mal für Collignon. Mit einem wuchtigen Aufschlag nach außen konnte Zverev jedoch den Kopf aus der Schlinge ziehen und wenig später auf 4:4 stellen. Abermals musste ein Tiebreak entscheiden. Wieder ging Zverev früh mit 3:0 in Führung – und dieses Mal brachte er den Vorsprung auch direkt über die Zeit. Mit seinem zweiten Matchball verwandelte er zum 7:2.
"Dass ich die zwei Tiebreaks gewonnen habe, glaube ich, das ist die Hauptsache gewesen", sagte Zverev nach dem Match. "Er hat wahnsinnig gespielt. Deswegen bin ich froh, dass ich in zwei Sätzen gewonnen habe, weil das hätte ja auch in die andere Richtung gehen können. Aber ich habe in den wichtigen Momenten dann doch ein paar Punkte besser gespielt."
Nur noch zwei Siege fehlen Zverev nun, um den langersehnten ersten Titelgewinn in Halle perfekt zu machen. Im Halbfinale trifft der Hamburger am Samstag auf Taylor Fritz, gegen den er eine ausbaufähige 5:9-Bilanz besitzt. Die letzten sechs Duelle gingen dabei allesamt an den Amerikaner.
